Das Problem mit der Lieblingsjahreszeit und dem Minimalismus

Ihr Lieben…

kennt ihr das, wenn eure absolute Lieblingsjahreszeit gerade aktuell ist – und es gibt so wahnsinnig viele wahnsinnig tolle Sachen, die ihr so gerne mögt? Und nach all dem minimalisieren sind irgendwie nicht mehr so wahnsinnig viele Sachen übrig und ihr habt wieder Platz und denkt euch … „hm, also diesen Pullover könnte ich echt gebrauchen… er hat einen Rollkragen… und er sitzt bestimmt sehr schön… und schau mal, wie dick der gestrickt ist… und überhaupt… und was? Nur 30€?! Für die Qualität? Mensch… ich hab doch Platz im Schrank… soll ich ihn mitnehmen oder lieber da lassen? Aber der ist ja so zeitlos, das wäre ja eine richtige Investition… der wäre ganz toll zu meiner Lederjacke oder zu meinem Trenchcoat oder zu meinem Daunenmantel oder zu meiner schwarzen, blauen, grauen Jeans… oh Mann… Haben will!“

Und dann tritt wieder die Vernunft in Kraft, die euch sagt, dass ihr den Unsinn lassen müsst, weil ihr erst jetzt die Früchte all der schlechten Angewohnheiten und Fehlkäufe geerntet habt, weil ihr erst jetzt alles aussortiert habt und losgeworden seid und überhaupt habt ihr schon vor 3 Kleidungsstücken gesagt, dass sie für dieses Jahr nun aber wirklich die letzten sind. Und ihr braucht das einfach nicht, echt nicht, weil: wozu Rollkragen? Ihr tragt doch eh immer Schal, am liebsten einen dicken, der hält dann noch viel wärmer als so ein Rollkragen. Überhaupt, Rollkragen macht dick… bestimmt macht Rollkragen irgendwie dick. Also lasst gefälligst den Pullover im Laden!

Und irgendwie, iiiirgendwie, klappt es derzeit einigermaßen, dass mir meine Vernunft ins Gewissen redet und mir sagt, dass ich den Scheiß lassen soll und dass ich nicht wieder mit dem irrsinnigen Shoppen von Dingen, die ich nicht brauche, anfangen darf. Im Moment klappt es in der Praxis ganz gut, aber in meinem Kopf tobt ein Krieg zwischen tiefster Liebe für Herbstmode und meiner Liebe für einen aufgeräumten Kleiderschrank und ein Konto, das nicht gnadenlos überzogen ist. Strom und Gas zahlen ist nämlich wichtiger, als der Rollkragenpullover, denn der bringt mir auch nichts, wenn ich in der Wohnung erfriere (natürlich ist das noch nie passiert, aber ihr versteht schon, was ich meine.)

Ach, aber ihr glaubt nicht, wie schwer das alles für mich ist. Handschuhe, Mützen, Schals, Pullover, kuschelige Cardigans, flauschige Schlafanzughosen… hach! Ich muss mich einfach darauf besinnen, dass ich schon Handschuhe, Mützen, Schals, Pullover, kuschelige Cardigans und flauschige Schlafanzughosen zu Hause hab. Wobei… so flauschig sind die nicht. Vielleicht sollte ich doch mal… AAAAH! Hilfe. Ich glaube, das wird nie besser. Wie geht es euch damit?

Hoffentlich besser als mir!

Alles Liebe,

Katesign

Organisation – Quick Tipp & What’s In My Bag

Heute bin ich auf einen ebenso genialen wie simplen Tipp gestoßen, den ich so gut finde, dass ich a) mir an die Stirn geklatscht habe, dass ich da nicht einfach selbst drauf gekommen bin und b) sofort losgegangen bin, um mir zu kaufen, was ich für den Tipp brauche. Achtung, hier ist er (ihr werdet jetzt denken, ich bin völlig bescheuert, dass ich da nie selbst drauf gekommen bin und jetzt so ein Trara mache, aber dieser winzig kleine Tipp hilft mir mit einem Organisationsproblem, das mich schon seit Jahren nervt!):

Statt jedes Mal die Handtaschen mit all dem Krimskrams, den man so mit sich rumschleppt, ein- und auszuräumen, wenn man die Handtasche wechselt, einfach alles, was man regelmäßig braucht, in einen kleinen Beutel packen, den man dann unkompliziert in die andere Tasche legen kann.

Tadaaa. Das war’s schon. Und nein, da bin ich tatsächlich nicht von allein drauf gekommen. Dafür fliegt schon seit Jahrzehnten der gesamte Inhalt meiner Tasche unkontrolliert in ihrem Innenraum herum und wenn ich Taschen wechsle, vergesse ich grundsätzlich irgendetwas. Also bin ich, wie gesagt, direkt mal losgegangen und habe mir so eine hübsche kleine Innentasche besorgt.

IMG_3091Das Täschchen ist von Müller und hat rund 5€ gekostet.

Innen drin ist nun alles, was ich regelmäßig brauche: Taschentücher, Kugelschreiber, Nagelfeile, Tabletten, Desinfektionsmittel, Lippenbalsam, Haargummis, eine aufklappbare Bürste mit integriertem Taschenspiegel (noch so eine brillante Erfindung!) und Bonbons. Und es ist immer noch etwas Platz in dem Täschchen übrig. Und es fliegt nichts mehr unkrontolliert herum. Super!

Katesign

Minimalismus 101 – 4 Taschen, die diesen Herbst zu allem passen

Hallo ihr Lieben!

Heute nur ein ganz kurzer Post von mir.

Ich wollte euch passend zu meinem längeren Beitrag von gestern vier Taschen zeigen, von denen ich finde, dass sie diesen Herbst mit allem kombinierbar sind. All diese Taschen habe ich in ähnlicher Form selbst zu Hause, wechsle sie regelmäßig durch und finde sie absolut ausreichend.

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Der schwarze Shopper passt einfach immer, zu (fast) jeder Gelegenheit und zu (fast) jedem Outfit. Diese Tasche ist mein persönlicher Favorit, denn es passt problemlos alles rein: Wasserflasche, Kugelschreiber, Kalender, Bücher, Geldbeutel, Schlüssel, Desinfektionsmittel, Taschentücher, Lippenbalsam… was man eben so mit sich rumschleppt. Mein Modell von Mango hat auch noch eine Menge Innentaschen und ist erstaunlich stabil.

Ergänzend dazu finde ich eine braune Hobo-Bag aus Wildleder/Wildlederimitat wunderbar – bekommt man aktuell auch fast überall und passt eigentlich meistens zu den Teilen, zu denen die schwarze Tasche vielleicht nicht so passt. Auch hier kriegt man alles unter, was man bei sich haben muss und kann die Tasche meist entweder über dem Arm bzw. der Schulter oder mit dem langen Riemen quer über den Oberkörper tragen.

Diesen Herbst darf natürlich auch ein Rucksack niemals fehlen – egal ob man shoppen oder zum Sport geht, mit dem Fahrrad unterwegs ist oder an der Uni die Hände frei haben und eine Menge Schreibkram verstauen muss, ein Rucksack ist immer ein wahnsinnig praktischer Begleiter.

Und zum Schluss natürlich eine kleine schwarze Crossbody-Bag, die man abends zum Ausgehen, aber eben auch zum Shoppen oder auf ein Kaffee-Date sehr gut tragen kann. Das Nötigste passt rein und man hat trotz der kleinen Größe das bei sich, was man wirklich braucht, wenn man abends unterwegs ist.

Was sind eure Favoriten-Taschen diesen Herbst?

Alles Liebe,

Katesign

Minimalismus 101 – 27 Teile, die man trotz Minimalismus diesen Herbst im Kleiderschrank haben sollte

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Minimalismus ist toll. Aussortieren ist toll. Und es tut gut, Zeug loszuwerden. Aber Minimalismus ist ja immer eine ganz individuelle Sache, und für manche reichen 15 Kleidungsstücke, während andere aufgrund ihres Jobs oder ihres Hobbies oder einfach nur ihrer Vorlieben 50 oder 60 brauchen. Und während mir der Grundgedanke des Minimalismus mittlerweile sehr wichtig ist, mag ich Mode nach wie vor sehr gerne. Darum habe ich euch heute mal eine Liste verschiedener Kleidungstücke, darunter Schuhe und zwei Schals, zusammengestellt, die ich sehr mag und von denen ich denke, dass sie Key Pieces für diese Saison sind. Und wie ihr vielleicht schon wisst, liebe ich den Herbst dafür, dass man so tolle Klamotten anziehen kann, dass man endlich wieder layern und schöne kuschelige Stoffe tragen kann. Daher konnte ich nicht umhin, euch meine absoluten Favoriten für den Herbst 2015 zu zeigen. All diese Teile habe ich genau so oder so ähnlich in meinem Kleiderschrank. Wenn ihr wissen möchtet, wo genau es einzelne Teile gibt oder was sie kosten, hinterlasst mir einen Kommentar in der Kommentarbox und ich versuche, die Infos für euch zu finden :)

Größtenteils sind die Teile echte Klassiker, die euch noch die nächsten Jahre begleiten können, weil sie nicht so schnell – oder vielleicht niemals? – aus der Mode kommen werden. Natürlich steht jedes Stück auch stellvertretend für ein alternatives Teil eurer Wahl. Kuschelklamotten und Schlafklamotten sind erstmal ausgenommen, wenn ihr euch dazu auch einen Post wünscht, lasst es mich einfach wissen.

Und los geht’s:

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(via polyvore.com)

All diese Teile sind problemlos miteinander kombinierbar – der schwarze Bleistiftrock aus Jersey zum Beispiel ist super bequem, kneift nirgends und geht sowohl mit Sneakers, als auch mit Bikerboots oder hohen Stiefeletten. Dazu passt sowohl ein langer grauer Cardigan, als auch ein Pullover mit Muster, wie der mit dem Leo-Muster (Promod), als auch der mit den Pünktchen (Mango). Den mit dem Leo-Muster liebe ich übrigens! Ich bin sonst eher Freund von monochromen Styles, aber dieser ist außergewöhnlich genug und passt trotzdem zu allem! Und Pünktchen sind sowieso immer toll. Die schwarze ärmellose Bluse finde ich super für den Herbst – man kann sie zu allem tragen und kann beliebig oben drauf layern, ohne dass es an milden Tagen zu warm wird.

Ich habe mir vor kurzem den dunkelroten Cardigan und den dunkelgrauen Oversize-Feinstrickpullover bei H&M bestellt – eigentlich möchte ich dort nichts mehr kaufen, aber diese beiden Teile habe ich schon seit längerer Zeit in anderen Farben und weiß, dass die Qualität erstaunlich gut ist. Auch diese beiden Teile kann man wirklich zu allem kombinieren. Auch ein Jeanshemd darf in keinem Kleiderschrank fehlen, wie ich finde. Man kann es mit ein paar anderen Kleidungsstücken und Accessoires hervorragend schicker oder lässiger stylen. Natürlich geht eine blaue und eine schwarze Jeans auch in jeder Saison. Ich bin außerdem ein großer Fan des langen grauen Cardigans, besonders das flauschige Material und den Bindegürtel finde ich sehr toll. Der beige Parka mit Kapuze ist von Vero Moda und ich habe ihn bereits seit letztem Jahr – und er ist mit Abstand meine absolute Lieblingsjacke. Man kann ihn toll in der Taille enger machen, man kann die Ärmel hochkrempeln und er passt fantastisch zu braunen Chelsea Boots (übrigens meine Lieblingsschuhe). Love, love, love! Der blaue Mantel (von ONLY) eignet sich perfekt für kühlere, regnerische Tage. Das Material wird nicht so schnell nass, der Mantel ist wahnsinnig leicht und dazu noch schön tailliert – perfekter Herbstmantel!

Natürlich dürfen auch Jeans- und Lederjacken im Herbst nicht fehlen! Im Moment kann man Jeansjacken mit einem warmen Pulli auch noch draußen tragen, wenn es etwas kälter wird, trage ich Jeansjacken gerne über T-Shirts, dünneren Longsleeves (wie dem schwarzen oben) oder Feinstrickpullovern und dann wiederum unter einem richtigen Mantel oder einer Jacke.

Auch was Schuhe angeht, finde ich klassische Styles am schönsten. Reiterstiefel, Chelsea Boots, schlichte Stiefeletten – natürlich alles mit einem modernen Dreh. Seit vielen Jahren mag ich Chucks und finde besonders die weißen sehr vielseitig. Natürlich gehen die nur noch, bis es richtig kalt wird – aber bis dahin nutze ich jede Möglichkeit aus, sie zu tragen. Was Schals angeht, finde ich im Herbst besonders camel/beige und dunkelrot/weinrot toll. Plaid, also Karomuster, passt immer und ist auch schon seit Jahrzehnten ein wahrer Klassiker.

Was haltet ihr von diesen 27 Key Pieces für den Herbst? Würdet ihr sie ergänzen, reduzieren oder nachkaufen? Was sind eure Lieblingsteile? Lasst es mich in der Kommentarbox wissen :)

Alles Liebe,

Katesign

 

Organisation: Kochplan für 6 Tage (mit Freebie #5: Kochplan-Vorlage)

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Ist es nicht toll, sein Leben zu simplifizieren? Ich liebe es, stressige und nervige Alltagsvorgänge durch einfachere, strukturiertere und geplantere zu ersetzen. Das erspart unheimlich viel Zeit und Nerven. Und mit dem Ziel, unsere Nerven, aber auch unsere Wohnungskasse zu schonen, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, einen Kochplan für 6 Tage zu erstellen.

Warum 6 und nicht 7? Weil wir so immer einen Tag Freiraum haben, mal außerhalb essen zu gehen, doch spontan etwas anderes zu essen und neues einzukaufen. Und ich kann (zu meiner eigenen Überraschung) sagen: das System funktioniert! Seit der zweiten Septemberwoche haben wir jeweils einen Kochplan – und werfen seither fast nie Nahrungsmittel weg, weil alles sehr viel besser durchgeplant ist und auch tatsächlich verwertet wird. Ich hatte keine Lust mehr, planlos im Supermarkt zu stehen, nicht zu wissen, was ich kochen soll, um dann entweder irgendeine wichtige Zutat zu vergessen, nur ungesundes Zeug zu kaufen oder immer wieder das selbe zu kochen.

Also setze ich mich jedes Wochenende hin und erstelle einen Plan. Das klingt wirklich anstrengend und ich wusste anfangs auch nicht, wie ich das Ganze überhaupt angehen soll. Aber bereits während der Erstellung des ersten Plans habe ich gemerkt, dass es viel einfacher ist, als ich erwartet hatte.

Alles, was ihr dazu braucht, ist ein Blatt Papier, ein Stift sowie ein Kochbuch, das Internet oder euer eigenes Rezeptrepertoire. Ich mische in der Regel alles miteinander. (Ich bin übrigens ein großer Fan der Website/App eatsmarter.de, die Kategorien und Darstellung der Rezepte sind sehr gut strukturiert und man findet sehr leicht etwas, das man sich auch im Alltag zutraut). Nun bin ich keine wahnsinnig gute Köchin, ich kenne mich nicht wirklich gut mit Garzeiten von Fleisch oder mit besonderen Methoden, einen Fisch zu zerlegen aus, aber der Kochplan hilft dabei, sich nach und nach an etwas spannendere Gerichte zu trauen, weil man ja auch etwas Übung und ein breiteres Kochrepertoire bekommt, auch wenn man nicht auf fancy Gerichte mit Schäumchen und kleinen Häufchen von extraordinär zubereitetem Fleisch mit exotischen Kräutern steht.

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Zu Beginn der Kochplanerstellung überlege ich mir, welche Nahrungsmittel gerade

a) in Saison sind (schont den Geldbeutel, unterstützt lokale Bauern und hat eine deutlich bessere CO2-Bilanz)

b) besonders gesund sind, also gut für das Immunsystem (gerade jetzt, wo die Erkältungszeit wieder losgeht!) oder die Verdauung oder besonders wichtige Nährstoffe transportieren (kann man übrigens bei eatsmarter.de auch wunderbar sehen)

c) und natürlich auch, welche Nahrungsmittel wir mögen und worauf wir Lust haben

Ich notiere mir also erstmal eine Liste solcher Nahrungsmittel und sehe dann nach, welche Rezepte ich mit diesen bereits kenne, oder wo ich passende Rezepte herbekomme. Ich habe meinem Freund zu Weihnachten ein super gutes Kochbuch geschenkt, das sehr bodenständige Gerichte hat, die man oft nach Zutaten nachschlagen kann und die toll dargestellt sind – hier finde ich vieles. Zum anderen suche ich, wie schon gesagt, sehr viel im Internet.

Wenn ich meine Rezepte habe, überlege ich anschließend, an welchen Tagen sie strategisch am sinnvollsten gekocht werden sollten. Es bringt natürlich nichts, einen Salatkopf am Samstag zu kaufen und den erst am Mittwoch zuzubereiten – bis dahin ist er ziemlich sicher Matsch – während zum Beispiel Tiefkühlspinat oder TK-Wildlachsfilet sich problemlos hält.

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Sinnvoll ist es auch, wenn man weiß, dass man für ein bestimtmes Rezept ein Netz Zucchini (oder was auch immer) kauft, die Rezepte so auszuwählen, dass man zwei oder drei Tage später die restlichen Zucchini aufbraucht. Also zum Beispiel: Montag gibt es Ratatouille, in das natürlich Zucchiniwürfel gehören, und am Mittwoch gibt es Ofenkartoffeln mit Zucchini-Parmesan-Spalten. Wie gesagt, ist es bei anderen Gerichten mit Zutaten, die sich länger halten, nicht so wichtig, wann sie dran kommen – die können dann flexibel getauscht werden. Zum Teil kaufen wir Zutaten, die besonders frisch sein sollen, auch mitten unter der Woche schnell ein – aber dann weiß man genau, was man braucht und kann den Supermarkt nach 5 Minuten wieder verlassen.

Ich überlege mir außerdem, an welchen Tagen wir voraussichtlich viel Stress haben, länger arbeiten müssen oder viel zu erledigen haben und wähle für solche Tage dann eher schnelle, einfache Gerichte, die nicht viel Vorbereitungszeit erfordern.

Wenn ich die Gerichte zusammengesucht und strukturiert habe, schreibe ich sie einfach auf quadratische Klebezettel und klebe diese auf meine Kochplanvorlage in der Küche. Diese Kochplanvorlage könnt ihr hier als PDF herunterladen.

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Ich habe zunächst eine Vorlage erstellt, bei der jedes Gericht einem bestimmten Tag zugeordnet wird, habe aber schnell gemerkt, dass das zumindest für uns eher realitätsfern ist – einfach weil wir uns gerne mal spontan abends mit Freunden zum Essen treffen, mal lieber Lust auf eine Brotzeit haben oder es am Wochenende einfach nicht schaffen, einkaufen zu gehen. Dazu ist natürlich auch der flexible 6-Tages-Plan sinnvoller, denn so kann man recht unkompliziert auch mal am Montag und mal am Freitag einkaufen gehen.

Übrigens, was das Einkaufen angeht: Ich schreibe mir für jedes Gericht, das wir zubereiten wollen, die Zutaten, die ich noch nicht zu Hause habe auf die Rückseite meines ersten Kochplanentwurfs und habe daher super im Blick, was ich wofür brauche. Manchmal kaufe ich noch zusätzliche Zutaten, wie zum Beispiel Erdnüsse für ein Nasi Goreng, weil ich spontan Lust darauf habe – bleibe aber trotzdem beim ursprünglichen Plan.

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Wir machen das jetzt seit ein paar Wochen und sind beide wirklich sehr zufrieden und erstaunt, wie viel Geld, Zeit und Nerven man sich damit erspart. Wir kaufen sehr viel Obst und Gemüse (dafür wenig Fleisch) und kommen trotzdem mit Einkäufen zwischen 50€ und 70€ (je nachdem, ob noch Dinge wie Waschmittel gebraucht werden) pro Woche zu zweit super über die Runden. Oft reicht das Essen sogar noch aus, um es am nächsten Tag nochmals aufzuwärmen. Natürlich muss auch mal was nachgekauft werden oder man vergisst doch etwas, aber das macht auch nicht mehr als 10-20€ aus und ist schnell erledigt. (Natürlich variieren die Preise je nach Supermarkt bzw. Discounter und auch Region deutlich! Fleischliebhaber müssen selbstverständlich auch mit mehr rechnen – generell unterliegen diese Preisspannen ja sehr individuellen Faktoren.)

Das alles klingt jetzt erstmal nach viel Arbeit und Aufwand, es ist aber wirklich nicht so viel, wie man zunächst denkt. Ich bin ein großer Freund des Kochplans und hoffe, ihr könnt ihn auch für euch entdecken. Wenn ihr Fragen, Tipps oder Anregungen habt, freue ich mich, wenn ihr sie in die Kommentarbox postet.

Alles Liebe,

Katesign

Minimalismus 101 – 11 Ideen, was ihr mit dem aussortierten Zeug tun könnt

Wenn wir es erstmal geschafft haben, unsere Massen an Kleidungsstücken, Büchern oder Küchenutensilien zu durchkämmen, stellt sich erstmal die Frage: was stellen wir jetzt mit dem ausgemisteten Zeug an? Wegwerfen wäre in der Regel für den Großteil der Sachen totale Verschwendung. Behalten können wir das Zeug auch nicht mehr. Also muss es weg, raus aus der Wohnung, raus aus unserem Leben – und wenn es dabei noch jemand anderen glücklich macht oder uns ein paar Euro einbringt, umso besser.

Um dieses Problem mal anzugehen, werde ich euch heute eine Liste von 11 Möglichkeiten zeigen, die ihr nutzen könnt, um eure Sachen sinnvoll loszuwerden.

1// Mülltonnen/Wertstoffhof/Sperrmüll

Erklärt sich von selbst – hier sollte alles hin, was ihr wirklich niemandem mehr zumuten wollt, was beschädigt ist, nicht mehr funktioniert oder was auch nach längerer Zeit niemand haben wollte. Ich habe es schonmal erwähnt, aber ich finde es wirklich wichtig: Achtet darauf, dass ihr eure Gegenstände zu den richtigen Müllentsorgungsstellen bringt.

2// Altkleidersammlung

Kleidungsstücke, die ohne größere Mängel sind, können hier entsorgt werden – achtet aber darauf, dass ihr die Sachen in Container gebt, die auch was sinnvolles damit anstellen. Auf http://www.altkleiderspenden.de könnt ihr nachsehen, wo Container in eurer Gegend sind und euch darüber informieren, was eigentlich mit den Spenden gemacht wird. Achtet darauf, dass die Container von seriösen Anbietern bereitgestellt werden – die erkennt ihr in der Regel am Logo, aber vor allem an der  Adresse und Telefonnummer für Rückfragen. Eine gute Adresse sind immer das DRK oder andere karitative Organisationen wie Diakonie oder Caritas.

3// Karitative Organisationen

Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Sachen direkt in die Kleiderkammern, Möbellager oder Umsonstläden und Sozialkaufhäuser in eurer Gegend bringen. Die Sachen werden hier entweder kostenlos verteilt oder zu sehr günstigen Preisen vor Ort an bedürftige Menschen verkauft. Hier ist es aber wichtig, dass die Sachen gut erhalten sind, seien es nun Bücher, Küchengeräte oder Kleidung. Ich habe neulich auch den Tipp bekommen, alte Handtücher und Bettwäsche an Tierheime zu spenden, da diese hier oft gebraucht werden, habe es aber selbst noch nicht ausprobiert.

4// Kleiderkreisel, eBay, eBay Kleinanzeigen, booklooker, Shpock und andere Internetplattformen speziell für den Verkauf/Tausch

Secondhand ist schon seit einigen Jahren ein großes Ding im Internet. Es gibt immer mehr Onlineplattformen, die entweder kostenlos, oder relativ kostengünstig genutzt werden können, um Kleidung zu verkaufen, zu tauschen oder zu verschenken. eBay kennt dabei fast jeder, und auch Kleiderkreisel wird immer bekannter (wobei diese Seite seit September 2015 auch Provision von verkauften Artikeln verlangt – tauschen ist jedoch nach wie vor kostenlos). Zusätzlich gibt es Flohmarktapps wie Shpock, über die man sehen kann, was in der Gegend so an gebrauchten Dingen verkauft wird. Während Kleiderkreisel nur für Kleidung, Schuhe, Accessoires und Kosmetik gedacht ist, können auf eBay und den anderen Flohmarktapps auch Bücher, Möbel und andere Gegenstände verkauft werden.

5// Online-Ankaufsdienste wie momox, Kleiderfuchs, rebuy

Grundsätzlich kann man zu Online-Ankaufsdiensten sagen, dass man nicht besonders viel Geld für seine Ware bekommt. Der Vorteil ist jedoch, dass man meist große Mengen (vor allem Bücher, DVDs, CDs, Computerspiele) recht unkompliziert loswerden kann. Man muss nur seine Sachen mithilfe eines Barcode-Scanners am Handy einscannen und kriegt ab einem bestimmten Warenwert sogar den Versand erlassen. Natürlich ist es lukrativer, Artikel einzeln  bei eBay und Co. zu verkaufen, aber es ist auch sehr viel aufwändiger und langwieriger. (Aber Vorsicht: Klamotten bei momox verkaufen lohnt sich überhaupt nicht! Ich habe haufenweise nagelneue Markenartikel dort hingeschickt und 3/4 wurden mit absolut hanebüchenen Begründungen abgelehnt. Man kann die Sachen gegen 4€ Versand zurückverlangen, ansonsten werden die von momox… keine Ahnung was. Trotzdem verkauft? Recycled? Geshreddert?)

6// Flohmarkt-Verkauf

Erklärt sich von selbst. Schnappt euch euren ganzen Kram und geht damit auf den nächsten Flohmarkt. Das kann vor allem mit Freunden viel Spaß machen, ist aber auch ziemlich anstrengend. Dafür kann es wirklich sehr lukrativ und effizient sein – solange die Standgebühren nicht so hoch wie die Einnahmen sind. Vor allem Innenstadt-Flohmärkte verlangen oft eine horrende Summe für die Stände – allerdings könnt ihr die wunderbar mit Freunden teilen, wenn ihr euch auch den Stand teilt. Mit ein bisschen Kisten-Tetris geht das auch ganz gut.

7// Städtische/Öffentliche Bücherschränke und Bücherregale

In den meisten Großstädten gibt es mittlerweile öffentliche Bücherschränke, in die man etwas reinstellen und etwas rausnehmen darf. Googelt einfach mal, wo ihr sowas in eurer Nähe findet. Zudem gibt es zum Beispiel auch in einigen dm-Filialen Bücherregale, die nach dem selben Prinzip funktionieren.

8// Verschenken an Freunde/Familie und Verschenke-Kisten

Verschenkt euer Zeug! Damit macht ihr anderen Leuten oft wirklich eine Freude. Ob ihr die Sachen nun euren Freunden oder Familienmitgliedern schenkt, oder eine Verschenkekiste vor die Haustür stellt, ist euch überlassen. Je nach Wohngegend funktioniert so eine Kiste wunderbar – oder auch gar nicht. Aber probieren könnt ihr es ja mal.

9// Tauschparties

Hab ich persönlich noch nicht ausprobiert, aber manche Leute finden sie super: Tauschparties. Dazu trefft ihr euch einfach mit Freunden, Bekannten, Kollegen oder Menschen, die ihr im Internet aufgegabelt habt, und tauscht euren Kram. Natürlich ist tauschen nur dann sinnvoll, wenn ihr auch wirklich etwas braucht und euren Besitz nicht einfach nur komplett reduzieren wollt.

10// Kleidung bei H&M gegen Gutschein abgeben

Achtung, hier eine beliebte, aber auch tricky Abgabestelle: Bei H&M bekommt man für jede abgegebene Tüte voller Klamotten/Textilien einen 15% Gutschein. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber scheinbar nehmen sie auch wirklich kaputte Kleidung und Wäsche an (Falls jemand etwas Gegenteiliges erlebt hat, bitte in die Kommentarbox schreiben!).* Natürlich ist das super, wenn man sowieso vor hat, sich etwas Neues zu kaufen bzw. etwas Neues braucht. Allerdings können solche Gutscheine auch wirklich verführerisch sein, wenn man eigentlich nichts kaufen sollte/möchte. Also: Vorsicht.

(Das funktioniert so: „Jeder Kunde kann beliebig viele Tüten mit Kleidung abgeben. Pro Tag erhalten Sie für Ihre abgegebenen Tüten mit Kleidung maximal zwei Rabattgutscheine. Bei Vorlage eines Gutscheins erhalten Sie 15% Rabatt auf einen Artikel Ihrer Wahl, pro Einkauf können beliebig viele Gutscheine eingelöst werden.“ [H&M 2015: http://www.hm.com/de/garment-collecting]

* Ich habe erfahren, dass nicht jede Filiale Wäsche annimmt, manche lehnen sie ab, manche nehmen sie anstandslos an. Das liegt vermutlich daran, dass die Tüten wohl nicht jedes mal durchgeschaut werden. Es ist also eine 50/50 Angelegenheit und es ist vielleicht besser, alte Wäsche einfach im Mülleimer zu entsorgen, als dann wieder mit einer Tüte voller Wäsche nach Hause fahren zu müssen.

11// Facebook

Jaja, kennt jeder, haben die meisten. Was nicht so viele wissen, ist, dass man hier wunderbar Zeug loswerden kann. Es gibt etliche Verkauf/Tausch/Verschenke-Gruppen, in denen man immer jemanden finden kann, der sich für die Sachen begeistert, die man selbst nicht mehr möchte. Aber Vorsicht mit den eigenen Daten, hier gibt es natürlich keinerlei Käuferschutz. Sinnvoll ist es also, Zahlungen über Paypal oder andere sichere Zahlungsmöglichkeiten zu machen.

Wenn ihr noch weitere Ideen und Tipps habt, gerne auch Links, bitte postet sie doch unten in die Kommentarbox – ich würde mich freuen! Was habt ihr für Erfahrungen mit diesen Entsorgungs-Möglichkeiten gemacht? Was findet ihr am Besten oder nicht so gut?

Ich wünsche euch einen wunderbaren Abend.

Alles Liebe,

Katesign

Übrigens mal ein dickes Dankeschön an all die tollen Mädels aus dem Minimalismus-Thread auf Kleiderkreisel! Ihr habt mir so viele super Ideen gegeben, was ich mit meinem Kram machen kann und motiviert mich jetzt schon seit Monaten, dranzubleiben. Ihr seid super! :)

Selbst-Organisation: Das Ding mit den schlechten Gewohnheiten…

Old habits die hard, heißt das englische Sprichwort. Und es stimmt. Alte Gewohnheiten sind wirklich nur schwer abzulegen. Wir trainieren uns über Monate, Jahre oder gar Jahrzehnte bestimmte Verhaltensweisen, Strategien zum Umgang mit bestimmten Situationen, Menschen und Mustern an. Und es ist gar nicht so einfach, mit diesen Gewohnheiten zu brechen, wenn wir sie erst einmal verinnerlicht haben.

Gewohnheiten sind an sich nichts schlechtes. Wir brauchen sie sogar – oder besser, unser Gehirn braucht sie, um nicht jeden Tag komplett heiß zu laufen. Wir simplifizieren in automatischen, unbewussten neurologischen Prozessen alles, was so an Eindrücken auf uns einprasselt – und das ist eine Menge. Wir schieben Menschen mit bestimmten Attributen unwillkürlich in Schubladen, wir analysieren in Millisekundenschnelle Situationen und finden fast genauso schnell Wege, mit diesen Situationen umzugehen. Und wenn wir im Urlaub in einem fremden Land mit vielen unbekannten Eindrücken sind (Hallo, Marokko!), fallen wir in den ersten Tagen und Wochen abends totmüde ins Bett, weil unser Gehirn den ganzen Tag geschuftet hat, um all das Neue und Aufregende irgendwie einzusortieren und Sinnzusammenhänge zu bilden. Gewohnheiten und Systeme sind wichtig für ein entspanntes Leben.

Aber sie können auch wahre Arschlöcher sein. Und jeder einzelne von uns hat sie, diese Gewohnheiten, die uns dazu bringen, ungesundes Essen in uns reinzustopfen, zu viel zu rauchen, zu viel Zeit auf der Couch zu verbringen, unsere schlechte Laune an anderen auszulassen, das geplante Sportprogramm nicht durchzuziehen oder anderen nicht auch mal die Meinung zu sagen. Vor allem dann, wenn wir eigentlich auf der rationalen Seite unseres Gehirns wissen, dass sie uns nur schaden, uns im Weg stehen, uns daran hindern, uns als Menschen zu verbessern oder voranzukommen, sind sie wirklich nervig.

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Natürlich habe ich einen Haufen schlechter Angewohnheiten, die andere Leute an mir nerven – und mich selbst wohl noch mehr. Im Sinne des Ehrlichseins:

// Ich verbringe zu gerne zu viel Zeit auf der Couch.

// Ich nehme mir immer wieder neue Projekte vor, die ich nicht zu Ende bringe, weil mir die Motivation doch ausgeht.

// Ich halte zu oft den Mund, wenn mich etwas stört, insbesondere bei Freunden und im Job/Studium – weil ich einfach zu harmoniebedürftig bin oder einfach keine Lust auf Auseinandersetzungen habe.

// Ich verdränge gerne Dinge, statt direkt mit ihnen umzugehen.

// Ich mache zu wenig Sport.

// Sobald irgendwo eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips greifbar ist, muss sie ganz gegessen werden. (Und mit „ganz“ meine ich: GANZ. Inklusive Chipskrümel rausfischen. Igitt.)

// Ich versumpfe viel zu oft vor dem Computer. (Netflix, oh du großer Feind der Produktivität.)

// Ich bin faul. Und ich prokrastiniere, bis der Zeitdruck so groß wird, dass es unangenehm stressig wird. (Wie war dieser Spruch? „Ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe“.)

// Jedes Semester/Jahr „wird alles anders“ … wird es nicht. (Siehe auch: Prokrastination, Motivationsproblem, Faulheit)

Kennt ihr das Problem, einfach Ewigkeiten nicht von diesen ätzenden schlechten Gewohnheiten ablassen zu können? Mir geht das jedenfalls so.

Aber wir können sehr wohl was dagegen tun. Wir können kurze Augenblicke der geistigen Klarheit und deren Momentum und Impulsivität sinnvoll für uns nutzen. Das gilt besonders für Dinge, die nicht weiter aufgeschoben werden sollten: Behördengänge, Hausarbeiten schreiben, staubsaugen, eine halbe Stunde Sport machen, sich mal bei einer alten Freundin melden oder ein unangenehmes Problem angehen. Natürlich funktioniert das nicht immer. Aber wir können das üben, indem wir uns selbst überlisten, indem wir aufschreiben, was uns an uns selbst nervt und was wir gerne ändern würden und indem wir versuchen, diese Punkte möglichst gezielt anzugehen. Wenn wir uns bewusst machen, inwiefern und wie sehr uns unsere schlechten Gewohnheiten einschränken oder uns sogar schaden, können wir uns überlegen, wie wir das angehen können.

Vereinfacht gesagt können schlechte Gewohnheiten grundsätzlich verbessert werden, indem man sie mit guten ersetzt – oder zumindest mit weniger schlechten, die aber gleichzeitig das selbe Bedürfnis, das dahinter steckt, erfüllen.

Dazu müssen wir herausfinden, was der Auslöser für die gewohnte Verhaltens weise ist. Was fühlen/denken wir davor? Was fühlen/denken wir währenddessen? Wie fühlen wir uns danach? Und wann tritt diese Gewohnheit auf?

Wir sollten außerdem herausfinden, warum wir tun was wir tun: Versuchen wir, etwas anderes zu ersetzen? Versuchen wir, etwas zu verdrängen? Gibt uns die Gewohnheit ein Gefühl der Sicherheit?

Und zum Schluss sollten wir uns überlegen, was wir tun können, um Bedürfnisse anders zu stillen oder unsere schlechten Gewohnheiten auf bessere Gewohnheiten umzulenken.

Hier ein paar Beispiele:

// Ich liebe Schokolade am Abend, was mir aber natürlich nicht gut tut – also gewöhne ich mir an, stattdessen lieber ein paar selbstgemachte Schokobällchen mit Kakao, Mandeln, Cranberries und vor allem mit weniger Zucker zu essen.

// Eine Lösung für das Zeitproblem könnten Zeitpläne sein. So kann ich probieren, mir Pläne zu erstellen, die den Zeit- und Arbeitsaufwand eines bestimmten Prozesses möglichst gut erfassen. So ein Plan muss nicht wahnsinnig ausgereift oder schön anzusehen sein. Es reicht schon ein Vermerk im Kalender mit einem Post-It und einer kleinen To-Do-Liste.

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// Ich liebe spannende Geschichten und liebe deshalb Serien oder Filme, will aber nicht mehr so viel Zeit vor dem Laptop/TV verbringen. Also nehme ich mir stattdessen ein Buch mit einer Geschichte, die spannend genug ist, mich wirklich zu fesseln. Vielleicht will ich auch mehr Zeit draußen verbringen – also nehme ich mir das Buch und setze mich im Park auf eine Bank in die Sonne oder in ein Café, in dem ich andere Menschen um mich herum habe.

Natürlich ist das jetzt ganz vereinfacht dargestellt und natürlich verhält es sich mit einigen Gewohnheiten sehr viel komplizierter – vor allem mit solchen, die wir schon seit unserer Kindheit oder vergleichsweise langer Zeit haben. Und natürlich spielen dabei noch andere, zum Beispiel neurologische und psychologische, Faktoren eine Rolle. Aber grundsätzlich ist der erste Schritt, uns vor Augen zu führen, welche Verhaltensmuster wir haben, was uns daran stört, und warum. Natürlich sollten wir uns auch realistische Ziele stecken. Wenn wir seit Jahren keinen Sport gemacht haben und uns als Ziel setzen, in einem Monat einen Halbmarathon zu laufen, wird das in der Regel eher nichts. Kleine Schritte sind hier wichtig. Babysteps. Einmal die Woche eine Stunde zum Sportkurs gehen. Drei Abende die Woche keine Schokolade futtern. Jemandem einfach mal sagen, was man wirklich denkt.

Ich habe kürzlich ein paar meiner schlechten Angewohnheiten angepackt. Wie ihr wisst, habe ich damit aufgehört, (online) zu shoppen, ich habe ausgemistet und habe erst letzte Woche mit einem Sportkurs begonnen. Ich habe ein paar Menschen zum ersten Mal seit Jahren in denen ich der Freundschaft zuliebe immer die Klappe gehalten habe, die Meinung gesagt. Und ich kann euch sagen – es fühlt sich irrsinnig gut an, wenn man jahrelang unter seinem eigenen Unsinn gelitten hat.

Momentan leide ich wieder unter meinem typischen Motivationsproblem. Ich schaffe es einfach nicht, mit meiner bekloppten Masterarbeit anzufangen. Aber ich bin dabei, das Problem anzugehen, indem ich mir Pläne erstelle, nach Tipps für strukturierteres Arbeiten suche und auch versuchen will, diese Tipps umzusetzen.

Was habt ihr für schlechte Angewohnheiten und was tut ihr, um diese loszuwerden? Findet ihr euch in meinen wieder? Habt ihr Tipps für mich? Ich bin gespannt!

Alles Liebe,

Katesign